Sigrid Hjertén

Sigrid Hjertén, Fotograf unbekannt
1885 – 1948 / Schwedische Malerin der Moderne
Vom Wegträumen und Weggehen

Sigrid Hjertén wurde 1885 in Sundsvall (Schweden) geboren. Noch in der Heimat begann sie zu malen und machte eine Ausbildung zur Zeichenlehrerin, doch träumte von der weiten Welt. Gemeinsam mit dem Maler Isaac Grünewald, ihrem späteren Mann, zog die waghalsige Schwedin nach Paris und begann ein Studium an der Académie Matisse.

Ausdrucksstark in Kunst und Leben

Nicht nur Lehrer Matisse war begeistert von den expressiven Ölgemälden Hjerténs. Insbesondere mit ihrem feien Sinn für Farben beeindruckt Hjérten noch heute. Auch zurück in Schweden schuf die Künstlerin viele Aktstudien und Stillleben. Eifrig mischte sie in der Kunstszene Stockholms mit – als einzig weibliches Mitglied der progressiven Künstlergruppe „De atta“ („Die Acht“), sowie bei „De Unga“ („Die Jungen“).

Sigrid Hjertén, Homework, 1923
Rückzug ins Private

Ab den 1920er Jahren, zog sich die Künstlerin – nun wiederum mit ihrer Familie in Paris lebend – weitestgehend zurück. Aufgrund einer Schizophrenie wurde 1948 eine Lobotomie bei ihr durchgeführt, die für Hjertén tödlich endete. Ihre Sorgen, Ängste und Anspannungen hatte die Künstlerin stets auch in ihren Gemälden verarbeitet.

 

Obgleich Hjertén als bedeutende Figur der schwedischen Moderne gilt und Zeit ihres Lebens in 106 Ausstellungen mitwirkte, gilt es für die internationale Kunstszene, ihr Werk heute wiederzuentdecken.